Energiesparen, sowohl im Kleinen wie im Großen, liegt voll im Trend. Haus und Wohnen werden immer mehr vom Versuch geprägt, mit möglichst wenig fossilen Brennstoffen und konventionellem Strom auszukommen. Immer neue Geräte mit noch besserer Energieeffizienz werden eingesetzt, die Gebäudesubstanz verbessert und auf den aktuellen Stand gebracht. Doch die Verbesserungen betreffen nicht nur bestehende Häuser, auch bei Neubauten steht der Energiestandard des Gebäudes im Mittelpunkt. Vielfach wird mit der Bezeichnung Energiesparhaus geworben, doch was ist das eigentlich? Das Wohnen Magazin gibt Antworten.
Ein Name als Synonym für viele Häusertypen
Sowohl der Bauherr als auch die Umwelt profitieren mittel- und langfristig vom Bau eines Energiesparhauses. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei um ein Gebäude, das wenig Energie verbrauchen soll. Tatsächlich ist es jedoch kein feststehender Begriff, sondern bezeichnet eine ganze Reihe von Energiestandards für Häuser. Diese orientieren sich in der Regel am Heizwärmebedarf oder am Primärenergiebedarf. Diese geben Auskunft darüber, wie viel Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche pro Jahr benötigt werden. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei rund 160 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, ein Haus, das als Energiesparhaus bezeichnet wird, liegt deutlich darunter. Das zertifizierte Niedrigenergiehaus benötigt so zum Beispiel weniger als die Hälfte der Energie eines Durchschnittshauses. Noch niedriger sind die Werte bei den von der Kreditanstalt für Wiederaufbau zertifizierten und stark geförderten Effizienzhäusern. Passivhäuser benötigen im Vergleich zu normalen Häusern nur noch ein Zehntel der verwendeten Energie und verfügen oftmals nicht mehr über eine klassische Heizungsanlage. Bauherren, die sich für diese Art von Gebäuden entscheiden, werden von staatlicher Seite großzügig bei der Tilgung und bei der Aufnahme von Darlehen gefördert.
Effektiveres Bauen
Erreicht wird der niedrige Energieverbrauch vor allem durch die Nutzung neuster Technologie und der Verwendung besonders effektiver Dämmmaterialien. Dies bezieht sich sowohl auf die Außenwände und das Dach des Gebäudes als auch auf die Fenster und die Art der Heizungsanlage. Energiesparhäuser werden darüber hinaus oftmals auch zur aktiven Stromgewinnung eingesetzt und zu diesem Zweck mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet. Die Mehrkosten für Energiesparhäuser sind in der Regel von der Größe des Gebäudes und dem angestrebten Standard abhängig. Vielfach amortisieren sich die Häuser nach einem oder zwei Jahrzehnten, je schneller die Energiekosten jedoch steigen umso eher lohnt sich die Investition in Haus und Wohnen im Sparmodus.